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Unterstützte Projekte 2008

Vielfältig gegen den ganz normalen Wahnsinn...

Zeitschrift zu Bürgerrechten und Polizei - Eine bittere Notwendigkeit
Die Zeitschrift "Bürgerrechte & Polizei" ist die einzige deutschsprachige Zeitschrift, die sich kritisch mit diesem Thema beschäftigt. Es erscheinen drei Ausgaben pro Jahr mit jeweils einem Schwerpunktthema. Im Ende 2008 erscheinenden Heft geht es um das Thema Neue Sicherheitsstruktur auf der Ebene der EU. Netzwerk ermöglicht mit einem Zuschuss das Erscheinen dieses Heftes.

"Out of Control"
Von der Soligruppe für die vom Paragraphen 129a Betroffenen, wird unter dem Arbeitstitel "Out of Control" ein dreiteiliges CD-Set erstellt, auf dem es neben Musik auch eine Daten-CD zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit mit nützlichen und praktischen Tipps geben wird. Ziel ist es, eine Verknüpfung zwischen Kultur und Politik zu schaffen, mit inhaltlich passender Musik, praktischen Anwendungstipps durch die Daten-CD und einem Booklet mit vielen darüber hinaus gehenden Informationen. Netzwerk beteiligt sich an den entstehenden Kosten.

Das Ende einer Dienstfahrt
Ebenfalls zum Thema der 129a-Verfahren wird von der Unterstützer_innengruppe eine Zeitungsbeilage gedruckt. Unter anderem wird dort über den Prozessverlauf berichtet, zur Rolle des Verfassungsschutzes und zur Verquickung des Geheimdienstes in diesem Verfahren informiert. Darüber hinaus werden mehrere Artikel rund um das Thema Antimilitarismus veröffentlicht. Der Druck der Zeitung wird von Netzwerk anteilig gefördert.

ONE WORLD BERLIN 2008 - Filmfest für Menschenrechte
One World Berlin ist ein Dokumentarfilmfestival und findet in diesem Jahr zum fünften mal statt. Die Veranstalter_innen möchten mit über 40 internationalen Film- und Videoprogrammen Menschenrechtsverletzungen aufzeigen und Beispiele präsentierten, wie sich Einzelne für Menschenrechte einsetzen. Zusätzlich gibt es Konzerte, Lesungen, Workshops und Symposien. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit.

Deutscher Kolonialismus und koloniale Kontinuitäten
Der Verein Commit to Partnership e.V. plant im Oktober und November eine Reihe von sieben Veranstaltungen an der Humbold Universität zum Thema: "EuroZentrismus - Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit EntwicklungsZusammenarbeit". In den Veranstaltungen werden die heutige Entwicklungszusammenarbeit in ihrem historischen, ideologischen und machtpolitischen Kontext kritisch beleuchtet. Die Werbung für die Veranstaltungsreihe wurde von Netzwerk bezuschusst.

Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Karawanenetzwerkes finden Anfang Oktober in Jena eine Demonstration, Workshops, der Besuch der Flüchtlingsunterkunft in Katzhütte und ein Kulturfest statt. Thema ist der Kampf gegen Abschiebungen, Kriege und Ausbeutung. Aufgrund der aktuellen Kämpfe von Flüchtlingen in Thüringen, fiel die Wahl des Ortes auf Jena. Damit auch Berliner und Brandenburger Flüchtlinge an der Veranstaltung teilnehmen können, förderte Netzwerk deren Reisekosten.

Tipps und Tricks für Antifas
Was ist notwendig um eine erfolgreiche antifaschistische Politik zu etablieren? Welche Aktionsform kann ich wählen, um mich gegen rechtsextreme Einflüsse zu engagieren? Wie kann eine erfolgreiche Bündnis- und Pressearbeit aussehen? All das und viel mehr wird in einer Broschüre, herausgegeben von der Antifaschistischen Linken Berlin, zu erfahren sein. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Radio multikulti muss bleiben!
Die Ankündigung der rbb-Leitung, das Radio multikulti zum Ende des Jahres 2008 einzustellen, ist auf Empörung und breit getragenen Protest in der Stadt gestoßen. Über 20.000 Unterschriften und zahllose Aktionen gegen die Schließung sind ein deutliches Signal: Die Berliner_innen wollen auf das einzigartige Angebot von Nachrichten und Musik aus aller Welt, für das Radio multikulti steht, nicht verzichten. Netzwerk unterstützt die Hörer_innenintitiative, die durch breite öffentliche Aufmerksamkeit und der Einflussnahem auf Politker_innen versucht, diese Entscheidung rückgängig zu machen.

Mediaspree versenken!
Der Initiativkreis Mediaspree versenken! richtet sich gegen das Großprojekt der weiteren Privatisierung landes- und bezirkseigener Grundstücke an der Spree. Es werden soziale Auswirkungen der Aufwertungsstrategien thematisiert (Gentrifizierung), auf Defizite beim Thema Bürgerbeteiligung aufmerksam gemacht und eine Partizipation im Rahmen der Stadtplanung gefordert. Hauptziel ist, die Grün- und Kulturflächen an der Spree für die Öffentlichkeit zu erhalten, neue zu schaffen und alternative Kulturprojekte entlang der Spree in ihrem Kampf gegen die Verdrängung zu unterstützen um die Möglichkeiten alternativer Lebensformen zu sichern. Damit umfangreiches Infomaterial wie Broschüren und Plakate gedruckt werden können, fördert Netzwerk die Initiative.

Schulprojekttage gegen Rechts
In Zusammenarbeit mit Schul-AGs gegen Rechts in Berliner Schulen werden vom Antidiskriminierungsbüro Projektwochen vorbereitet, deren Ziel es ist, neben dem konkreten Bildungsangebot für die Schüler_innen auch die Schul-AGs in ihrer Arbeit zu stärken. Themen der Projekttage sind Rechtsextremismus und Diskriminierung sowie mögliche Gegenstrategien. Netzwerk unterstützte die Anschaffung von Sachmittel zur Durchführung der Seminare.

Antirassistische de*fence-Kampagne
Die de*fence-Kampagne organisierte aus Anlass des 15.Jahrestages der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl am 5.Juli 2008 eine bundesweite Demonstration in Berlin. Das Vorbereitungsbündnis der Demonstration machte auf die vielfältigen Formen des staatlich-institutionellen und alltäglichen Rassismus aufmerksam. Für den Druck der ersten 10.000 Flyer für eine breite Mobilisierung stellte Netzwerk einen Zuschuss bereit.

Was ist Terrorismus? - Vom Preisausschreiben zur Wanderausstellung
Der Wettbewerb: Was ist Terrorismus! hat neue Perspektiven zur Thematik eröffnet. Die Form war ein Preisausschreiben. Teilgenommen haben freischaffende und professionelle Künstler_innen und Wissenschaftler_innen. Die Art der Auseinandersetzung konnte frei gewählt werden. Alle Einsendungen bilden einen großen Pool an Wissen, Fragen, Meinungen, Stellungnahmen und Ideen in Form von Karikaturen, Videos, Texten und Gedichten. Das Preisausschreiben und die geplante Ausstellung der besten Beiträge sollen dazu beitragen, die aktuelle politische Diskussion um Terrorismus in Deutschland kritisch zu hinterfragen. Die Ausstellung wurde mobil konzipiert und Netzwerk förderte die Öffentlichkeitsarbeit.

/unvermittelt
Die einjährige Kampagne „/unvermittelt" soll zur Vermittlung eines erweiterten Arbeitsbegriffs, realisiert durch künstlerische Herangehensweisen, dienen. Das Thema ist die Reflexion von Arbeit in einem repressionsfreien Raum. Das Projekt der workstation Ideenwerkstatt e.V. umfasst eine Veranstaltungsreihe in Form von Wochenendworkshops, eine einmonatige multimediale Werbekampagne sowie deren wissenschaftliche Evaluation und eine Abschlussausstellung in der NGBK. Im Sommer 2008 sollen öffentliche Interventionen im Berliner Stadtraum stattfinden. Netzwerk übernimmt Transportkosten und Öffentlichkeitsarbeit für die Kampagne.

kanalB - ersetzt herkömmliches Fernsehen
Ohne neue Ausrüstung kann das medienaktivistische Projekt kanalB aus Kreuzberg keine neuen Dokumentationen von aktuellen politischen Ereignissen drehen und zeigen. So würden Themen wie die Anti-Bertelsmann-Konferenz, die WTO Konferenz in Hongkong, Abschiebungsskandale in Grünau oder der Streik bei Gate Gourmet unterbelichtet bleiben. Da Netzwerk das nicht will, gibt es eine anteilige Bezuschussung an der neuen Kameraausrüstung. Fallweise kann die neue Ausrüstung an andere Gruppen ausgeliehen werden.

Demonstration gegen Krieg, Folter und Terror
Der größten Anti-Kriegskundgebung der letzten Jahre in München schlossen sich im Februar 2008 circa 7000 Menschen an. Sie versammelten sich, um gegen die Nato-Sicherheitskonferenz zu demonstrieren. Damit auch Menschen aus Berlin eine Teilnahme ermöglicht werden konnte, beteiligt sich Netzwerk an den Kosten für die Busmiete.

Frauen forschen, bilden und informieren
Das Frauenforschungs-, -bildungs- und Informationszentrum bietet zusätzlich zu den umfangreichen Archiv- und Bibliotheksaufgaben seit 2007 für Jugendliche gedachte Informationen über Religionen/Konfessionen und gender an und hat diese online zugänglich gemacht. Die Präsentation der geleisteten Arbeit und eine kleine Feierlichkeit unterstützte Netzwerk, in dem es die Miete des Veranstaltungsraumes bezuschusste.

metroZones e.V. - Zentrum für städtische Angelegenheiten
Eine Veranstaltung mit dem Thema- The Right to the City?- Das Politische in der Stadt fand Ende Juni in Berlin-Wedding statt. In deutschen Großstädten, insbesondere Berlin gibt es unterdessen eine breite Debatte darüber wie der Gentrifizierung von einzelnen Stadtteilen und der Immobilienspekulation in Stadtentwicklungsprozessen wirkungsvoll begegnet werden kann. Die Veranstaltung leistete einen Beitrag für die weitere Diskussion und Verständigung stadtteilpolitischer Interventionen. Die Gruppe bekam einen Zuschuss für die Öffentlichkeitsarbeit.

Investigate Thor Steinar - Neuauflage der Broschüre
Die Erstauflage der Broschüre von 5000 Exemplaren wurde bereits 2007 von Netzwerk gefördert und ist vergriffen. Mit der neuen Auflage soll eine kostenfreie Verteilung an Schulen, Jugendeinrichtungen und Multiplikator_innen gesichert werden. Netzwerk beteiligte sich an den Kosten für die Verschickung.

Antifaschistisches Info Blatt
Für die Produktion der regelmäßig erscheinenden Zeitschrift war für das Redaktionskollektiv die Anschaffung eines neuen Computers notwendig. Netzwerk beteiligte sich an den Anschaffungskosten.

"Bruderland ist abgebrannt" Ausstellung zur Geschichte der vietnamesischen Vertragsarbeiter_innen in der DDR
Der Verein Reistrommel e.V. kümmert sich seit der Wende um das Bleiberecht und die Beratung vietnamesischer Vertragsarbeiter_innen. Das Projekt hat die Aufgabe, die schwierige Geschichte der vietnamesischen Vertragsarbeiter_innen in der DDR und den Umgang mit Ihnen nach dem Ende der DDR aufzuarbeiten. Die genannte Ausstellung ist so konzipiert, dass anhand von Beispielen einzelner Vertragsarbeiter_innen der Alltag in der DDR, das Hin und Her der Wendezeit und das heutige Alltagsleben dargestellt wird. Netzwerk bezuschusste die Öffentlichkeitsarbeit.

Subtival 2008 - politisches Festival in Strausberg
Subtival ist eine Initiativgruppe von Jugendlichen aus Strausberg, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendliche für politische Inhalte und Engagement zu interessieren. Dies geschieht in der Form eines Festivals. Die Jugendlichen sollen auf Probleme wie Rechtsextremismus, Umweltschutz und Militarismus aufmerksam gemacht werden. Neben den künstlerischen, kulturellen und sportlichen Angeboten  haben die Initiator_innen den Anspruch Jugendliche und junge Erwachsene über Workshops und Informationsveranstaltungen an politische Themen heranzuführen. Netzwerk beteiligte sich an den Kosten für Flyer und Plakate.

Aktionswochen Keine schweigenden Provinzen
Um zu verhindern, dass die NPD und andere rechte Parteien zur Wahl antreten und Plätze in den Kommunalparlamenten einnehmen, möchte ein Zusammenschluss von Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg im Vorfeld der Wahl die Aufmerksamkeit der  Bewohnerinnen erregen und sie über und für die Themen Rechtsextremismus und NPD  informieren und sensibilisieren. Dies soll in Form von Aktionswochen, mit einem Straßenfest, einem Gewerberundgang, einer öffentlichen Plakatverhüllung, mehrere Informationsveranstaltungen, Demonstrationen und einem Konzert geschehen. Um auf die Jungwählerinnen einzuwirken, wird eine Zeitung entworfen, die über die Themen NPD und rechten Lifestyle aufklärt. Netzwerk finanzierte den Druck der Zeitung und weiteres Mobilisierungsmaterial. 

Nomadisches Antikkriegscafe
Eine Gruppe von Kriegsgegner_innen, möchte mittels eines Antikriegscafes, welches in einem Zelt an verschiedenen Plätzen in der Stadt stattfinden soll, einen Platz für Austausch, Information und Diskussion bieten. Die Idee ist abgekuckt von der frühen Bewegung gegen den Vietnamkrieg. Netzwerk half bei der Anschaffung eines Zeltes. Nach Absprache kann dieses andere Gruppen ausgeliehen werden.

Ausstellung: Auf gepackten Koffern
Gemeinsam mit der Initiative gegen Abschiebehaft hat der Flüchtlingsrat Berlin eine Ausstellung zum Leben der Insassen im Berliner Abschiebegewahrsam entwickelt. Mittels Interviews und Fotos ergänzt mit Texten zur Situation in der Abschiebehaft sind die gesammelten Informtionen in neun Themenschwerpunkten zusammengefasst. Die Betroffenen wurden nicht als Opfer, sondern als aktive und selbstbewusste Akteur_innen in das Projekt mit ein bezogen. Netzwerk beteiligte sich an der Finanzierung einer Begleitbroschüre zur Ausstellung.