Unterstützte Projekte 2007
Selbstorganisation und kreative Projektideen
Ein Potsdamer Hausprojekt stellt sich vor
Der Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen (INWOLE) hat im Jahr 2005 in Potsdam ein Haus für ein Soziales Zentrum über die Struktur des Mietshäuser Syndikats Freiburg gekauft. Im Hausprojekt werden Bildung, Kultur, Wohnen sowie soziales und politisches Engagement verbunden. Damit das Projekt die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit in einer Selbstdarstellungsbroschüre präsentieren kann, beteiligte sich Netzwerk an den Druckkosten dieser Broschüre.
Ausstellung zu polizeilicher Gewalt
Das Anti-Diskriminierungsbüro Berlin ist Initiator der aktualisierten Ausstellung „Vom Polizeigriff zum Übergriff". Das Ziel der Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist, ist eine allgemein zugängliche, öffentliche Thematisierung von Übergriffen und Diskriminierung durch Polizeibeamte. Die neue Ausstellung wurde mit einer Podiumsdiskussion im Haus der Demokratie und Menschenrechte eröffnet und findet in Zusammenarbeit mit der Kampagne für Opfer rassistisch motiviertere Polizeigewalt (KOP) statt, an der auch Netzwerk beteiligt ist. Die Herstellung der Ausstellungsplakate und die Öffentlichkeitsarbeit wurde von Netzwerk gefördert.
Anti-G8-WG in „Meck-Pomm"
Bereits im Vorfeld zu Protesten zum G8-Treffen in Heiligendamm im Juni 2007 begann eine Gruppe von Menschen damit, vor Ort eine strömungsübergreifende Infrastruktur zu schaffen, die verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen zur Verfügung steht. Ihr grundlegendes Ziel dabei ist die Verzahnung des regionalen Widerstands mit den überregional/ internationalen Protesten. Netzwerk beteiligte sich an den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit.
ARI Broschüre aktualisiert
Die Antirassistische Initiative (ARI) ist Herausgeberin der alljährlich erscheinenden Broschüre „Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen". Die nunmehr vierzehnte aktualisierte Auflage der Dokumentation beschreibt in fast 5000 Einzelgeschehnissen seit 1993 die Auswirkungen eines staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus. Also die konkreten Auswirkung auf Flüchtlinge, die gehofft hatten, in Deutschland Schutz zu finden, und die letztlich an den herrschenden Strukturen zugrunde gingen oder zu Schaden kamen. Netzwerk bezuschusste zum wiederholten Male die Druckkosten und die Herstellung von dazugehörigen CD´s.
Lokales Sozialforum in Berlin
Die Initiative für das 1. Lokale Berliner Sozialforum bekommt einen Zuschuss für Material und Druckkosten des ersten lokalen Sozialforums. Die Initiative veranstaltete am 21. und 22.April 2007 in der Neuköllner Rütli-Schule ihr lokales Sozialforum, während gleichzeitig in anderen deutschen Städten andere lokale Sozialforen stattfanden. Inhaltlich ging es unter anderem um das Verhältnis "Globales-Lokales", die Frage der Prekarisierung von (Erwerbs-) Arbeit und Leben und um die Berliner Privatisierungspolitik.
Den 1. Mai 2007 politisch begleiten
Die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) mobilisierte zum traditionellen 1.Mai mit Flugblättern, Aufrufen, Plakaten und Aufklebern. Der 1.Mai ist ein wichtiger Bezugspunkt für die Linke und der ALB war es wichtig, dass gerade an diesem Tag die Linke politisch deutlich in Erscheinung trat. Sie wollte dazu ermuntern, auch vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm noch einmal inhaltlich kapitalismuskritisch nach außen zu treten. Netzwerk beteiligte sich an den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit.
"Ums Ganze"
Die Gruppe Theorie.Organisation.Praxis (TOP-Berlin) hat unter dem Label „Ums Ganze" mit 15 anderen (Antifa)Gruppen gemeinsam, eine inhaltliche Positionierung und eine bundesweite Vernetzung zum G8 Gipfel in Heiligendamm voran getrieben. Netzwerk übernahm die Druckkosten einer kostenlosen Broschüre zur kritischen Auseinandersetzung mit den G8 und einer Standortbestimmung antikapitalistischer Politik.
Ein Beamer zur Medienalphabetisierung
Die Initiative Open Media 44 aus Berlin Neukölln hat Netzwerk um Unterstützung gebeten. Die Initiative betreibt seit zwei Jahren ein freies Medienprojekt, welches unter anderem Hierarchien in der Medienwelt abbauen will. Ihre Projektgruppen sind zu Themen wie Medienalphabetisierung, Integration, alternative Ökonomie, Antifaschismus und Soziales aktiv. Für die Durchführung ihrer Workshops, Präsentationen und Veranstaltungen ermöglichte Netzwerk die Anschaffung eines eigenen Beamers.
Black International Cinema Filmfestival
Das langjährig immer wieder von Netzwerk unterstützte „Fountainhead Tanz Theatre- Black International Cinema" organisierte im Mai 2007 ein Filmfestival im Kino Nickelodeon. Es wurden Filme und Videos von Schwarzen Filmemacher_innen aus aller Welt gezeigt und so die Möglichkeit geschaffen, diese einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu wurden Diskussionen und Seminare angeboten. Netzwerk unterstütze das Projekt bei der Öffentlichkeitsarbeit.
Nazis in den Parlamenten dokumentieren!
Mit dem Einzug von rechten Parteien in die Berliner Bezirksverordneten Versammlungen, schlossen sich die lokalen Antifa-Initiativen aus den betroffenen Bezirken zusammen. Sie gründeten die Vernetzung „Nazis in den Parlamenten" (NIP), um die Aktivitäten der rechten Parteien zu dokumentieren. Die Treptower Antifa Gruppe (T.A.G) hat eine kostenfreie Broschüre als Argumentationsgrundlage für die Menschen erstellt, die sich gezwungenermaßen einem Dialog mit der NPD und den Republikanern aussetzen müssen. Die Druckkosten der Broschüre wurden von Netzwerk gefördert.
Kultur schockt wieder
Unter dem Motto "Kultur schockt wieder" organisierte eine Gruppe junger Menschen jährlich das Do It! - Festival in Marzahn-Hellersdorf. Das Festival wurde als unkommerzielle und kostenfreie Veranstaltung für 1500 - 2000 Menschen durchgeführt. Politisch geht es den Macher_innen darum, in Marzahn/Hellersdorf (mit z.B. einer gewählten NPD-Fraktion in der BVV) eine alternative und selbstbestimmte Jugendkultur zu stärken und zu zeigen, dass sich in allen Lebensbereichen, in Selbstorganisation und ohne Gewinnorientierung einiges auf die Beine stellen lässt. Das Do It! - Festival Organisationsteam erhielt einen Zuschuss für die Herstellung von Plakaten, Aufrufen, Flyern und Aufklebern.
Break down Thor Steinar
Eine Gruppe engagierter junger Menschen aus Brandenburg haben in einer Broschüre eine umfassende, fundierte Analyse des Phänomens "Thor Steinar" zusammengetragen. Die Broschüre soll insbesondere Student_innen und Schüler_innen in Berlin und Brandenburg kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Netzwerk bezuschusste die Druckkosrten.
Jugendliche ohne Grenzen - Hiergeblieben-Kampagne
Jugendliche ohne Grenzen Berlin ist eine Initiative jugendlicher Flüchtlinge und ihrer Freund_innen, die sich für die Rechte geduldeter Menschen einsetzt. Zum Erreichen der politischen Ziele ist die Initiative auf eine breite Öffentlichkeit angewiesen und hat eine Dokumentation ihrer bereits geleisteten Arbeit herausgeben, die von Netzwerk gefördert wurde.
Love Skating/Hip-Hop Event
Die Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG) organisierte mit der Autonomen Antifa Prenzlauer Berg ein subkulturelles Fest für Jugendliche im Thälmannpark mit HipHop und Rap-Acts gegen Rassismus, Homophobie und Neonazis. Das Fest hat der Forderung nach mehr jugendpolitischen Angeboten statt einer Kriminalisierung dieser Subkulturen und Aktionsformen Nachdruck verliehen.
Aktionstag, Konzert und Nachbereitungsreader
Zum Aktionstag gegen Militarismus, Krieg und Folter, hat die"Kampagne Libertad!" gemeinsam mit anderen Initiativen eine Kundgebung am Flughafen Rostock Laage organisiert. Plakate, Flyer und ein Bus wurden von Netzwerk bezuschusst. Eine Gruppe junger politisch engagierter Menschen aus Potsdam organisierte anlässlich der G8 vorbereitenden Ministertreffen in Potsdam 2007 ein öffentliches und kostenfreies Open Air Konzert. Neben verschiedenen Bands die ohne Gage spielten, gab es Informationsstände und Workshops zu verschiedenen Themen des Gipfels.
Der stumme Zwang
Das Filmkollektiv Slatan Dudow existiert seit 2002 und besteht überwiegend aus Student_innen. Beim Kurzfilmprojekt "Der stumme Zwang" handelt es sich um einen politisch-agitatorischen Film, der auf surreale kafkaeske Weise den internalisierten Zwang zur Arbeit sichtbar machen möchte. Der Film soll einem politisch interessierten Publikum zugänglich gemacht werden. Für die Postproduktion erhielten sie Unterstützung von Netzwerk.
Soziale Bewegungen in Afrika?
Die Herausgabe einer Sonderausgabe zu Sozialen Bewegungen in Afrika war ein gemeinsames Projekt der sul serio Redaktion und der Gruppe "Ouagadougou sans Papiers" anlässlich des ersten Weltsozialforums in Afrika 2007. Sul serio ist ein Magazin, das drei- bis viermal jährlich erscheint und gratis an Universitäten, Buchhandlungen, Cafés und Infoläden ausliegt. Die Redaktionsarbeit wird ehrenamtlich von der Projektredaktion geleistet, die Autor_innen erhalten keine Honorare. Die Sonderausgabe richtete sich an politisch interessierte, insbesondere jüngere Leser_innen, die sich mit sozialen Bewegungen in Afrika kaum oder noch nicht beschäftigt haben. Netzwerk beteiligte sich an den Druckkosten.
Antifaschistisches Jugendinfo
Vor 15 Jahren wurden der junge Hausbesetzer und Antifaschist Silvio Meier auf dem U-Bhf-Samariterstraße bei einem Überfall von Neonazis getötet. Die alljährlich stattfindende Silvio Meier Demonstration spricht vor allem jüngere Antifaschist_innen an. Zur Mobilisierung und inhaltlichen Begleitung wurde vom Silvio Meier-Bündnis im Vorfeld ein Infoblatt erstellt, dass im Vorfeld an Jugendliche verteilt wurde. Dieses kann auch im Internet heruntergeladen werden. An den Druckkosten des Antifajugendinfos beteiligte sich Netzwerk.
Aktionswochen gegen Antisemitismus in Bernau
Die Antifaschistische Aktion Bernau führt jährlich Aktionswochen zum Thema Antisemitismus in ihrer Stadt durch. Im Jahr 2007 lag der Schwerpunkt im Zeigen der Ausstellung "Das hat´s bei uns nicht gegeben - Antisemitismus in der DDR". Bei der Ausstellung geht es um die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der „antifaschistischen DDR". Damit auch viele Bernauer_innen die Ausstellung besuchten, beteiligt sich Netzwerk an den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit.
Der §129a und seine Folgen für Politik und Alltag
In der Volksbühne erzählen im Dezember 2007 vier Berliner, gegen welche die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelte über ihre Erfahrungen mit der bundesdeutschen Ermittlungs- und Überwachungspraxis. Sie berichteten, unterbrochen von szenischen Lesungen aus den Untersuchungsakten, wie sie, teilweise jahrelang, von den Ermittlungsbehörden beschattet, belauscht und verfolgt wurden, weil sie angeblich Mitglieder der „militanten gruppe" sein sollten. Netzwerk unterstützte die Organisator_innen der Veranstaltung für die Öffentlichkeitsarbeit und trug so dazu bei, dass die Volksbühne fast vollständig besetzt war.
Und was machst du so?
Die Initiative Selbstbestimmtes Leben erkundete mit ihrer Workshopserie neue Tätigkeitsmodelle, die neben der üblichen Erwerbsarbeit breitere gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten bietet. Es sollten Möglichkeiten für selbstbestimmte Arbeit und Lebensgestaltung und damit für persönliche und gesellschaftliche Veränderungen herausgefunden werden. In den Workshops wurde weniger auf akademischer Ebene diskutiert, als anhand von partizipativen und kreativen Methoden ein Reflexionsprozess angeregt. Netzwerk unterstützte die Realisierung des innovativen Workshop-Ansatzes.
Zur Geschichte einer Bewegung
Eine Initiatorengruppe hatte sich zusammengefunden, um den Massenmedien und Fernsehdokumentationen zum Deutschen Herbst eine authentische Geschichtsschreibung entgegenzusetzen. Dazu fand eine Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem Kino Babylon statt, die geeignet war, linke Geschichte authentischer darzustellen. Am Beispiel der Filmreihe wurde über linke Geschichte, die Art der Darstellung im Film und vor allem ihre aktuellen Bezüge gesprochen. Dazu wurden Referent_innen und Zeitzeug_innen eingeladen. Netzwerk bezuschusste die Öffentlichkeitsarbeit.
Jour Fixe in Berlin
Ab November 2007 fanden einmal im Monat Informationsveranstaltungen zum Thema Krieg im Kulturhaus Mitte, organisiert von der "jour fixe initiative berlin" statt. Die Initiative existiert seit 10 Jahren und organisierte bisher Veranstaltungsreihen zu unterschiedlichsten Themen. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.
Netzwerk Grundeinkommen
Das Netzwerk Grundeinkommen setzt sich für die Idee eines Einkommens ein, welches bedingunglos jedem Mitglied einer politischen Gemeinschaft gewährt werden soll. Es soll die Existenz sichern und politische Teilhabe ermöglichen, einen individuellen Rechtsanspruch darstellen, ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt werden und keinen Zwang zur Arbeit bedeuten. Netzwerk unterstützte die Initiative auch 2007 infrastrukturell.
Berliner Kampagne gegen Hartz IV
Die Berliner Kampagne nutzte regelmäßig unsere Räumlichkeiten für Kampagnentreffen und Einzelgespräche mit Betroffenen für individuelle Hilfestellungen.






