Unterstützung für Blockierer_innen
Proteste gegen den Naziaufmarsch vom 06.12.2008
Bei den erfolgreichen Blockaden eines Naziaufmarschs am 6. Dezember 2008 wurden mehr als 80 Menschen festgenommen. Damit wird die Zivilcourage derjenigen, die sich gegen Nazi-Aufmärsche wenden, kriminalisiert.
Die Erklärung des Berliner VVN-BdA e. V. zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch vom 06.12.2008 fordert die Einstellung der Verfahren gegen die Blockierer_innen.
Weitere Infos auf den Seiten der VVN-BdA
Was war geschehen?
Als etwa 600 Neonazis, wie schon in den letzten Jahren, durch am 6. Dezember durch Karlshorst und Lichtenberg marschierten, um ein sogenanntes "Nationales Jugendzentrum" zu fordern, war es nur dem zivilen Ungehorsam hunderter Bürgerinnen und Bürger zu verdanken, dass die Neonazis nicht durch den Weitlingkiez ziehen konnten. Mit mehreren Blockaden gelang es ihnen, den Nazi-Aufmarsch mehrfach aufzuhalten und die Naziroute entscheidend zu verkürzen.
Dies gelang, obwohl die Berliner Polizei im Vorfeld versucht hatte, das Aufmarschgebiet der Nazis zur demokratiefreien Zone erklärt und jegliche Proteste untersagt hatte. Der gespenstigen Naziaufmarsch wiederum wurde durch die Polizei mit einem enormen Aufwand beschützt. Weiträumige Absperrungen sollten die Gegendemonstranten daran hindern, ihrem Protest
Ausdruck zu verleihen.
Auf der Fahrbahn Sitzende Gegendemoinstrant_innen wurden im Verlauf der Proteste von der Polizei gewaltsam von der Straße geschleift. Die Folge waren gebrochene Arme, Schürfwunden, zerstörte Brillen. Von über 80 BlockiererInnen nahm die Polizei die Personalien auf. Ihnen drohen jetzt Anzeigen und Bußgelder, weil sie sich an friedlichen Blockaden beteiligt haben.
Spenden unter dem Stichwort: "Lichtenberg" auf das Konto:
Berliner VVN-BdA e. V., POSTBANK, BLZ 10010010, Konto-Nr. 315904105