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Förderschwerpunkt 2022

Förderung von Infrastruktur in linken Freiräumen in Berlin & Brandenburg

Linke Ideen brauchen Freiräume, in denen sie entstehen können. Es braucht Räume, in denen Ideen diskutiert und ausprobiert werden können. In Berlin sind in den letzten Jahren viele solcher Räume verschwunden, wurden geräumt oder haben unter den pandemischen Zuständen zu leiden. Um die Macher*innen von selbstverwalteten Strukturen in Berlin zu supporten, gibt es ab diesem Jahr den Förderschwerpunkt: Infrastruktur in linken Freiräumen in Berlin & Brandenburg stärken!

Wer kann Anträge stellen?

Gruppen oder Organisationen, die sich als Teil der autonomen Bewegung verstehen und selbstverwaltete Räume in Berlin & Brandenburg realisieren. Der Raum muss für öffentliche Veranstaltungen nutzbar sein und darf nicht mit staatlichen Mitteln gefördert werden.

Was wird gefördert?

Alle Maßnahmen, die helfen, den selbstverwalteten Raum zugänglicher, sichtbarer, sicherer oder ansprechender zu machen. Gefördert werden insbesondere bauliche und technische Infrastruktur zur Erhöhung der Nutzungsfreundlichkeit im Sinne der Barrierefreiheit.

Wie viel Geld kann beantragt werden?

Es werden einmalig maximal 5.000 Euro gefördert. Aufstockungen sind durch Beschluss des Förder-Beirates möglich.

Wie verläuft die Antragstellung?

Das Antragsmodalitäten werden auf Anfrage per Email verschickt. Anfragen bitte an: foerderung(ät)netzwerk-selbsthilfe.de

Procedere

Eingegangene Anträge werden monatlich (außer Juli/August/Dezember) durch die Projekte-Gruppe besprochen. Im Anschluss kann es eine Ortsbegehung durch Netzwerk Selbsthilfe zur Einschätzung der geplanten Baumaßnahmen geben. Danach entscheidet der Förder-Beirat monatlich (außer Juli/August/Dezember) über die Zuschüsse.

Für die Auszahlung wird eine Kontoverbindung benötigt.

Geförderte Projekte

März + April 2022

Die Anarche

Die Anarche ist 15 Meter lang, 5 Meter breit und 60 PS stark. Seit 2014 ist sie Arena schwimmender Spontandemos und Medium sozialer Bewegungen. Wie liegen seitdem in der Rummelsburger Bucht und fordern freien Zugang zum Wasser und Uferflächen für Alle. Das Floß ist beladen mit Kultur und Allem, was schön ist. Ein Boot auf Kreuzkurs gegen Kapitalstürme und Verwertungsflut. Eine Fähre für Verdrängtes - ins Herz der Stadt. Im Frühjahr fallen gleich mehrere sicherheitsrelevante Baustellen an.

 

Lichtenrade Solidarisch

Seit April 2021 belebt eine Gruppe einen Hof, einen Garten und einen Bildungsraum in Berlin-Lichtenrade. Das Projekt soll zukünftig das Haus des guten Lebens heißen und ein ganzheitliches Bildungszentrum werden. Die geplanten Baumaßnahmen zielen auf eine bessere Umsetzbarkeit der Angebote ab.

 

Forsti- selbstverwalteter Raum in Brandenburg

Seit 2020 stehen zwei Bungalows auf dem Gelände in Briesen. Seit 2021 versucht die Gruppe das Gelände für Gäste, Soli-Unterbringung und externe Gruppen zu öffnen. Das Hauptgebäude (Forsthaus) und einen daran anschließender Anbau wird als Gemeinschaftsraum genutzt. Zum Beispiel für Holz-, Metall-, Kreativ-; Fahrrad- und Siebdruckwerkstatt, Ateliers, Solizimmer und als Gemeinschaftsküche. Die Baumaßnahmen sollen zu einer besseren Infrastruktur für die Gäste führen.

 

Kesselberg – Tanzsaal

Das Ökologisches Kulturzentrum Kesselberg in Brandenburg hat 2002 das Gelände am Kesselberg besetzt. Neben Wohnprojekten, soll das Gelände auch für politische Gruppen nutzbar sein. Hierfür plant die offene Gruppe den Um-/Ausbau eines Raums zu einem Multifunktionsraum für Café, Bewegung und Tanzen, Workshops, Begegnungen und Seminare, Veranstaltungen, Filme und Austausch.

 

Allerhand Strausberg - Erstausstattung öffentlicher Raum im Wohnprojekt

 

Das Wohnkollektiv allerhand versteht sich als klar politisches Projekt (als antifaschistischer, antirassistischer und feministischer Raum), das emanzipatorische Inhalte auch nach außen trägt und so versucht, das Stadtbild in Strausberg mit zu prägen. Dazu gehören auch offene Räumlichkeiten im Erdgeschoss, die aktuell noch im Bau sind, jedoch dieses Jahr noch eröffnet und direkt mit politischen und kulturellen Angeboten gefüllt werden sollen.


AJZKita - Matten für Sportraum

 

Das AJZ KITA gibt es seit 2001 in Berlin Hellersdorf und hat nach einer längeren Verhandlung 2019 einen 99jährigen Pachtvertrag für das Gebäude bekommen. 2014 wurde durch Umzugs- und Umbauarbeiten im Keller ein großer Raum frei, der zum offenen Sportraum umfunktioniert wurde. Über die Jahre hat sich der Raum nun herum gesprochen und wird zum Teil mehrmals täglich von verschiedenen Gruppen und Personen genutzt. Der Raum kann von allen genutzt werden, die sich klar gegen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und anderen menschenfeindlichen Einstellungen aussprechen.


Keimzelle - Jugendraum in der R94

 

Den selbstverwalteten Jugendraum Keimzelle gibt es seit ca. 6 Jahren und ist Teil des besetzten Hauses Rigaer94. Er wird von Jugendlichen für Jugendliche bespielt und gilt als Aufenthaltsort für Jugendliche, politische Jugendgruppen oder andere Kollektive. Das Keimzellenkollektiv ist momentan noch als Flinta*Only Gruppe organisiert. Jedoch soll es eine Erweiterung des Kollektivs geben und neue Menschen (nicht zwangsläufig nur Flinta*Only) für den Raum und das gemeinsame Projekt gewonnen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Workshops betreffend der gemeinsamen Umgestaltung der Räume und Vermittlung handwerklicher Fähigkeiten organisiert.


Rigaer94 – Kadterschmiede

 

Das besetzte Hausprojekt Rigaer94 hat neben den Wohnräumen auch offene Räumlichkeiten, die sowohl von Bewohner*innen als auch anderen Aktiven genutzt werden, z.B.: für öffentliche Veranstaltungen, Küfa, Plena und Treffen. Die Kadterschmiede soll renoviert werden und schöner, gemütlicher und insgesamt platzsparender eingerichtet werden.

 

Kiosk am Hermannplatz

 

Der schon seit Jahren leerstehende Kiosk an der Hasenheide, wird von der Initiative Hermannplatz seit September 2019 als Treffpunkt und Infostand genutzt. Nach langen Gesprächen mit dem Eigentümer konnte nun der Kiosk für den symbolischen Preis von 1€ erworben werden und soll jetzt ausgebaut werden. Der Kiosk wird bereits genutzt, und soll zukünftig als widerständiger Ort für stadtpolitische, antirassistische und antikapitalistische Kämpfe sowie von Communities genutzt werden.