Streetart: Fuchs Live the story you want to tell

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neues von netzwerk – oktober 2026

Liebe Aktive, Projekte und Initiativen,

die Wahlergebnisse der AFD haben sich bei allen letzten Wahlen, ob in Ost-Deutschland, Niedersachsen oder Berlin verdoppelt oder sogar verdreifacht. Mitverantwortlich für Falschinformationen und kübelweise Hass und Hetze sind Nius und Apollo News, die beide ihre Büros mitten in Kreuzberg haben. Sie arbeiten strategisch gegen vielfältiges Leben und für eine rassistische Gesellschaft und suchen ganz bewusst Anschluss und Aufmerksamkeit in neoliberalen, konservativen und rechtsextremen Kreisen. Dagegen formiert sich Widerstand im Bergmann-Kiez. Die Finanzierung des Hetzportals Nius übernimmt zu großen Teilen Frank Gotthart, der seine Millionen unter anderem mit Software in Arztpraxen verdient. Das Edelweiß-Netzwerk informierte in den letzten Wochen über 6.000 Berliner Arztpraxen über diesen Zusammenhang und bietet Schulungen für eine Softwareumstellung für alle an, die rechte Hetze nicht unterstützen möchten. 

Es gibt noch viele Möglichkeiten rechtsextreme Akteure zu stören. Auch in Brandenburg ist die extreme Rechte in unterschiedlichen Gruppierungen aktiv. Eine Übersicht über die Facetten der rechtsextremen Organisierung bietet das Aktionsbündnis Brandenburg. Welche Regierung in Berlin das Ruder übernimmt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Wir sind gespannt und engagieren uns derweil weiter für eine bunte, aktive und vielfältige Gesellschaft. Und eine gute Nachricht gibt es schon: Olympia in Berlin ist erst mal Geschichte!

Herbstliche Grüße
Euer Netzwerk

P.S. Da war ja noch was … die aktuelle Ausgabe der Straßen aus Zucker unter dem Titel „Im Zweifel für den Zweifel“ ist erschienen. Lest mal rein!

Geförderte Projekte im September 2026

Alle geförderten Projekte: https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/projekte

Alle geförderten Projekte im Förderschwerpunkt Brandenburg: https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/projekte/foerderschwerpunkt-brandenburg

Dem rechten Beat der Gesellschaft etwas entgegen setzen

Bei der Werkstatt für antifaschistische Aktionen ist Antifaschismus Handarbeit – bei ihnen mit Schere, Kleber und Papier. Sie machen kreative Aktionen, um antifaschistische Positionen in die Öffentlichkeit zu bringen. Dieses Mal sind Aktionen gegen den Wehrerfassungsbogen geplant.
Netzwerk beteiligt sich an den Materialkosten.

Feministische Antifa

Das Offene Feministische Antifa Treffen Berlin (OFAT) hat sich Anfang des Jahres gegründet, um Veranstaltungen, wie zum Beispiel einen queerfeministischen Quiz-Abend, eine Veranstaltung zu CSDs in Brandenburg mit Vernetzung zur gemeinsamen Anreise oder zuletzt eine Küfa mit Input vom What the Fuck Bündnis zu organisieren.

Netzwerk unterstützt die Gruppe mit einer Anschubfinanzierung.

 

Aus dem Netzwerk-Kosmos

 

1. Förderanträge einreichen!

Nächster Abgabetermin für laufende Anträge und Anträge im Förderschwerpunkt „Brandenburg – Antifa bleibt Landarbeit“ ist der 4. Oktober 2026.

https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/foerderung
https://netzwerk-selbsthilfe.de/foerderung/antifa-bleibt-landarbeit

2. Offene ONLINE-Beratung zur Projektfinanzierung

Der nächste Beratungstermin für selbstorganisierte Projekte aus dem aktivistischen Kontext, die auf der Suche nach Fördermitteln sind, in Kooperation mit dem AStA der TU Berlin, ist am Montag, den 27. Oktober, von 10:00 bis 13:00 Uhr.

Wo: Online-Termine können per Mail vereinbart werden.

https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/beratung

Broschüre Fördertöpfe bestellen: https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/bestellen

3. Support Netzwerk Selbsthilfe – Support your local Förderfonds!

https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/spenden

 

Veranstaltungen und Co

 

1. Festival: Stabil gegen Rechtsextremismus – Antifaschistische Demonstration in Fürstenwalde

Am 3. Oktober 2026 will die AfD u.a. mit Björn Höcke in Fürstenwalde „feiern“. Dagegen zeigt die Zivilgesellschaft in Fürstenwalde Gesicht und veranstaltet am Dom von 14 bis 18 Uhr ein Festival für Vielfalt und Solidarität. Das Großplakat mit der Aufschrift „Björn Höcke ist ein Nazi“ darf wieder im Parteibüro der Linken öffentlich aufgehangen werden.

https://www.kirche-fuerstenwalde.de/dialog-und-demokratie

https://www.zeit.de/news/2026-09/22/staatsanwaltschaft-hoecke-plakat-der-linken-nicht-strafbar

2. Petition: Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!

Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I droht der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten” (VVN-BdA) mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit. Aufhänger dafür ist ihre Trägerschaft der Kampagne „AfD-Verbot jetzt!“. Ein Entzug würde Steuernachzahlungen bedeuten und die Arbeitsfähigkeit des Vereins erheblich einschränken. Wir fordern: Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!

https://weact.campact.de/petitions/antifaschismus-muss-gemeinnutzig-bleiben

3. Handreichung: Argumente gegen Rechtsaußen

Wie begegne ich den Positionen von AfD-Wähler*innen im Alltag? Wie reagiere ich auf Statements, die andere ausgrenzen oder demokratische Prinzipien in Frage stellen? Die Amadeu-Antonio-Stiftung gibt in einer Handreichung hilfreiche Antworten.

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/die-afd-keine-partei-wie-jede-andere

4. Petition: Demokratie-Schutzschirm: Jetzt!

Demokratie schützt sich nicht von alleine! Es müssen diejenigen gestärkt werden, die sich täglich für Teilhabe und Zusammenhalt einsetzen. Deshalb hat die Amadeu-Antonio-Stiftung eine Petition für die Demokratie-Stärkung in Ostdeutschland gestartet.

https://weact.campact.de/petitions/demokratie-schutzschirm-jetzt-engagierte-menschen-in-ostdeutschland-schutzen-starken

5. Info-Karten: Heiße Luft

Der Asphalt glüht, die Luft flimmert vor Hitze – mit Hitzewellen und ihren Folgen für Menschen und Umwelt ist die Klimakrise längst zur realen Gefahr für Menschen in Europa geworden. In diese Realität drängt sich zeitgleich ein massiver Ausbau von Rechenzentren, der die Klimakrise weiter befeuert. Getrieben von BigTech möchte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die deutsche Rechenzentren-Infrastruktur massiv ausbauen – auf Kosten der Klimaziele. Darüber, wo und wie viele Rechenzentren entstehen sollen, herrscht Intransparenz. Die interaktiven Karten von „Frag den Staat“ machen den enormen Stromverbrauch der geplanten Rechenzentren sichtbar.

https://fragdenstaat.de/aktionen/climate-helpdesk/heisse-luft

6. Petition: Keine Kohle für Rechtsextreme – Spenden an ‚Institut für Remigration‘ stoppen!

Der Rechtsextremist Martin Sellner hat gerade ein „Institut für Remigration“ gegründet. Spenden bekommt er über die Plattformen GiveSendGo und Stripe. Fordern wir diese jetzt auf, Spenden an das Institut umgehend zu stoppen! Das Bundesverwaltungsgericht hat Sellners Remigrationskonzept als menschenwürdewidrig bezeichnet. GiveSendGo untersagt rassistische und hasserfüllte Spendenkampagnen. Stripe sieht für Spendensammlungen politischer Organisationen eine zusätzliche Prüfung vor.

https://secure.avaaz.org/de/campaigns/sellner_institut_1_0